Anschrift
Schmiedestraße 11
25899 Niebüll

 

Ihre Ansprechpartner

Projekt
Petra Hansen
0 46 61 - 9 04 64 60
petra.hansennarema.de

Projektingenieur
Fried Schütze
0 46 61 - 9 04 64 60
fried.schuetzenarema.de

Das narema-Lexikon

Hier finden Sie kurze Erklärungen zu Fachbegriffen, die im Zusammenhang mit unserem System wichtig sind.

A · B · C · D · E · F · G · H · I · J · K · L · M · N · O · P · Q · R · S · T

Ammoniak (NH3)

Frei werdendes Ammoniak führt zu nicht unerheblichen Umweltbelastungen. Ammoniak ist Bestandteil der Gärreste und stellt einen großen Anteil am Gesamtstickstoff. Der Gesamtstickstoffanteil beeinflusst die Düngewirkung der Gärreste erheblich. Ammoniak ist leicht flüchtig und geht bei herkömmlicher Lagerung und Ausbringung zum größten Teil verloren.

Ammoniumsulfat (NH4)2SO4

Anorganische Verbindung aus der Familie der Stickstoffdünger. Stickstoffe gelten als "Motoren der Pflanzenwelt".
Ammoniumsulfat ist ein hochwertig konzentriertes Düngezusatzmittel, das dem zu bewirtschaftenden Boden bedarfsgerecht, also im Sinne einer ausgeglichenen Stickstoffbilanz, zugefügt werden kann.

BHKW

Das Blockheizkraftwerk dient der energetischen Verwertung des produzierten Gases. Es besteht aus einem Verbrennungsmotor, Generator und Wärmetauschersystem.

Biogasanlage

Anlage zur Erzeugung von Biogas aus organischem Material unter Einschluss aller im Betrieb dienenden Einrichtungen und Bauten zur Lagerung, Verwertung und Weiternutzung. Die Erzeugung von Biogas erfolgt aus der Vergärung der Biomasse.

nach oben

Calciumcarbonat (CaCO3)

Eingesetzt als Dünger, versorgt dieses Mineral die Pflanzen mit Calcium und stabilisiert den ph-Wert des Bodens. Diese Eigenschaften machen es besonders für die Land- und Forstwirtschaft zu einem enorm wichtigen Rohstoff.
Darüber hinaus findet Calciumcarbonat u.a. Verwendung in der Papierherstellung, der Kunststoff-Verarbeitung, in Baustoffen, Farben und Lacken sowie im Umweltschutz.

nach oben

Erneuerbare Energien

Unter erneuerbaren Energien werden alle natürlich vorkommenden Energieträger verstanden. Die wichtigsten sind: Wind, Sonne, Wasser, Biomasse und Geothermie (in der Erdkruste gespeicherte Wärme).

EEG - Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien 2009

Vom Bundestag im Oktober 2008 verabschiedete Neuregelung des Gesetzes zum Vorrang Erneuerbarer Energien im Strombereich. Das Gesetz ist seit dem 01.01.2009 in Kraft und soll im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen ermöglichen, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern. Dabei stehen die Verringerung der Abhängigkeit und Schonung fossiler Energieressourcen und die Weiterentwicklung von Techniken zur Erzeugung von Strom aus regenerativen Quellen im Mittelpunkt.
Im Rahmen der Novelle wurde der KWK-Bonus um 3 Cent pro Kilowattstunde erhöht. (§ 27 Abs. 4 Nr. 3)

nach oben

Fernüberwachung

Mittels elektronischer Übertragung können bestimmte Parameter einer Anlage eingesehen und überprüft werden. Dies ermöglicht es, Abweichungen innerhalb eines Systems frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls zu korrigieren.

nach oben

Gärrest

Flüssiger oder fester Rückstand, der bei der Vergärung von Biomasse in einer Biogasanlage entsteht.

Gärrestausbringung

In Deutschland darf Gärrest nur zu bestimmten Zeiten auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht werden, um Gewässer und Grundwasser vor übermäßigem Nährstoffeintrag zu schützen. Es gelten die Kernsperrfristen für die Ausbringung von Gärresten vom 1. November bis zum 31. Januar.

Gärrestlager

Auffangbehälter, um den anfallenden Gärrest bis zur Ausbringung zwischen zu lagern. Bei neuen Biogasanlagen ist eine gasdichte Abdeckung des Gärrestlagers vorgeschrieben, um die Emissionen des starken Klimagases Methan zu vermeiden.

nach oben

Humus

Masse von mikrobiologisch abgebauten organischen Substanzen. Humus trägt zu einer verbesserten Wasserbindung des Bodens bei und dient als Nahrungsquelle für die meisten Bodenorganismen. Somit ist er eine wichtige Vorraussetzung für die biologische Aktivität des Bodens.

nach oben

Kohlenstoffdioxid (CO2)

Chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff, deren Konzentration in der Atmosphäre überwiegend natürliche Ursachen hatte. Vor allem die zunehmende Verbrennung von nicht nachwachenden, kohlenstoffhaltigen Rohstoffen führt jedoch zu einem erheblichen Anstieg des CO2-Anteils und damit zur Beschleunigung des Treibhauseffektes.

KWK

Kraft-Wärme-Kopplung. Gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme in einem Kraftwerk oder Blockheizkraftwerk (BHKW).

KWK-Bonus

Bezeichnet die vom Gesetzgeber zugesicherte Vergütung für ein – nach den Voraussetzungen des EEG (01.01.2009) – ökologisch sinnvolles Wärmekonzept einer Biogasanlage. Dieses Wärmekonzept muss im Rahmen zweier getrennt voneinander erstellten Prüfungen durch einen Umweltgutachter bescheinigt werden.
Sind die Anforderungen erfüllt, ist der Netzbetreiber verpflichtet, jede eingespeiste kWh mit 3 Cent zu vergüten.

nach oben

Magnesium (Mg)

Ein chemisches Element, das für alle Organismen durch seine Stoffwechselbeteiligung essentiell ist. Da es nicht selbst produziert werden kann, muss es extern zugeführt werden, um den täglichen Bedarf zu decken. Bei Pflanzen bildet Magnesium das Zentralatom des Blattgrüns.

nach oben

NawaRo-Anlagen

Anlagen zur Energiegewinnung auf Basis der Vergärung von nach-wachsenden Rohstoffen.

Notkühlung

Diese Sofortmaßname wird immer dann nötig, wenn ein überhitztes System auf Normaltemperatur abgekühlt werden muss. In Biogasanlagen leitet der Notkühler die nicht nutzbare Wärme des BHKW als Abwärme (meist ohne Verwertung an die Umgebung) ab.

nach oben

Phosphor (P)

Chemisches Element, das unentbehrlich für den Aufbau der Gerüstsubstanzen und die Funktion aller Organismen ist. Phosphor ist unter anderem beteiligt an der Entwicklung der DNA und der Energieversorgung der Zellen. Da Phosphor in Düngern durch keinen anderen Stoff ersetzbar ist, wird ein Großteil der geförderten Phosphor-Mengen zur Herstellung von Düngemitteln verwendet.

Prozessleitsystem (PLS)

Dient der zentralen Regelung und Steuerung aller in einer verfahrenstechnischen Anlage laufenden Prozesse.

nach oben

Schwefel (S)

Schwefel ist ein chemisches Element der Sauerstoffgruppe, das unter anderem in Aminosäuren und Proteinen, sekundären Pflanzeninhaltsstoffen und Blattgrün vorkommt. Schwefel spielt eine wichtige Rolle bei der sauerstofffreien Energiegewinnung vieler Mikroorganismen und ist damit für Lebewesen essentiell. Seit die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Rauchgasentschwefelung ökologische Wirkung zeigen, ist in der Landwirtschaft die ergänzende Schwefeldüngung relevant, um Erträge und Eiweißqualität sicherzustellen.

Streifenfundament

Im Bauwesen ist das Fundament eine Basis, auf der eine leichtere oder empfindlichere Struktur an einem massiven Träger befestigt wird. Eine einfache und gebräuchliche Art bildet dabei das Streifenfundament, das die aufstehenden Lasten in das Erdreich überträgt.

Substrat

Die zur Energiegewinnung mittels Vergärung in Biogasanlagen eingebrachten organischen Stoffe.

Substratverwertung

Gesamtheit der Prozesse zur Energiegewinnung in einer Biogasanlage. Im Kern wird damit die Umsetzung organischer Stoffe durch Bakterien unter Luft- und Lichtabschluss zur Biogasgewinnung beschrieben.

nach oben

Träger öffentlicher Belange (TöB)

Verwalter öffentlicher Sachbereiche, deren Anhörung und Einbeziehung bei bestimmten (Bau-)Vorhaben gesetzlich vorgeschrieben ist. Dazu zählen verschiedene Behörden, Verbände und Vereine einer Gemeinde.

nach oben